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Ein Tag in der Schule mal anders: Zeichen-Atelier mit Paula und Julia

Wir waren begeistert, wie viele Kinder Interesse daran hatten, ihr freies Wochenende mit uns in der Schule zu verbringen. Am Samstag den 1. April, nahmen 15 Kinder der 5., 6. und 7. Klasse an unserem Grafik-Workshop teil, am Sonntag waren es dann 12 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse. Es waren zwei tolle Tage, bei denen die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

Gleich bei der ersten Zeichenübung haben uns vor allem die Dritt- und Viertklässler mit ihren vielfältigen Ideen begeistert. Es ging darum, Linien zu zeichnen – gerade, krumm, wellig, zackig, dick, dünn, ein Muster aus Linien oder eine schnelle Kritzel-Zeichnung - einfach alles, was ihnen in diesem Moment in den Sinn kam. Dabei kamen sehr spannende und unterschiedliche kleine Grafiken zustande.

Die nächste Übung war für die meisten Kinder eher befremdlich: Zeichne einen Gegenstand/das Gesicht deines Banknachbars und schaue dabei nicht auf dein Blatt – eine Blindzeichnung in einer Linie, also ohne den Stift abzusetzen. Als die Kinder ihre ersten Zeichnungen sahen, ging plötzlich das Gelächter los: „Das schaut ja voll komisch aus!“. Doch die Ergebnisse hatten genau den künstlerischen Reiz, den wir erreichen wollten: Eine lockere Linie, die den Gegenstand noch erkennen lässt, diesen aber nicht perfekt abbildet und die Zeichnung gerade deswegen so lebendig macht. Ziel der Übung war allerdings nicht nur, gute und lustige Ergebnisse zu erzielen, sondern vielmehr den Kindern zu zeigen, dass Kunst im Allgemeinen nicht immer das Anliegen hat, Dinge fotografisch darstellen zu können. Außerdem wollten wir die Schülerinnen und Schüler mit der Aufgabe dazu motivieren, ihre Umwelt genauer zu beobachten um dadurch beispielsweise von der typischen Punkt-Punkt-Komma-Strich-Schemazeichnung für ein Gesicht wegzukommen.

Beide Altersstufen haben uns sehr beeindruckt mit ihren einfallsreichen Ideen für eine Stadt aus Klebestreifen. Es entstanden Straßen, Brücken, krumme Phantasiehäuser und ganze Städte aus buntem Tape. Überrascht waren wir darüber, wie abstrakt manche entstandenen Werke waren. Zusätzlich hatten wir das Gefühl, dass es den Kindern auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Zur Auflockerung zwischendurch ging es nach draußen zum Fangen eingefärbter Seifenblasen. Außerdem haben wir versucht, nach Musik zu malen.

Beim Sätzemalen in der 5.,6. und 7. Klasse gab es sowohl beim Wörterausdenken als auch bei der Umsetzung der gezogenen Wörter in einem Bild sehr lustige Einfälle. Von einem Gymnastik treibenden Schwein bis hin zu einem im Klo Fußball spielenden Hund war alles dabei.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer genauso viel Freude hatten wie wir und die Angst vor der Linie ein wenig verloren haben.

 

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